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16.06.2017 - Ideen-Wettbewerb
Um die Bevölkerung für die Förderung der landschaftlichen Vielfalt des Rheintals und die aktive Erhöhung der Biodiversität in der Siedlung und am Siedlungsrand zu sensibilisieren, wurde das Projekt "das grüne Band" ins Leben gerufen. Eine Aktion dieses Projekts war der Ideen-Wettbewerb "Wegmarke".

Unser Wettbewerbsbeitrag „Spieglein, Spieglein“ wählt die Form eines runden Spiegels für die Wegmarke. Vorgeschlagen werden grosse, runde Spiegel, welche im Rheintal aufgestellt werden. Der Spiegel vervielfältigt die Wirklichkeit und spannt eine neue Welt zwischen zwei Polen auf. Dadurch schärft er unser Bewusstsein dieser Gegensätze und macht sie erst richtig erkennbar. Die Immaterialität des Spiegels wirkt fremd, abstrakt und künstlich, sowohl in der natürlichen, als auch in der von Menschen gestalteten Umgebung. Er zieht dadurch unweigerlich die Aufmerksamkeit und das Interesse des Betrachters auf sich. Trotzdem wirkt ein spiegelndes Objekt nicht aufdringlich oder gar störend, da es die unmittelbare Umgebung wiedergibt. Er setzt sich somit stets in Bezug zu seinem Standort. Die sorgfältige und präzise Setzung der Spiegel bewirkt eine Fokussierung auf die Biodiversität und deren Koexistenzen. Material / Regionalität / Umsetzung Handelsübliche Spiegel werden an ausgewählten Orten mit einfachen Mitteln aufgestellt. Dies kann je nach Situation mit Hilfe von Stahlprofilen, Stahlseilen, Haken und Ähnlichem umgesetzt werden. Es sollen auch bestehende Strukturen wie Bäume, Pfosten, Gebäude, Mauern etc. zur Anbringung miteinbezogen werden. Der Spiegel steht, liegt oder hängt jeweils mit möglichst wenig erkennbarer, einfacher Befestigungskonstruktion. Durch seine universelle Art bezieht sich nicht der Spiegel selbst auf die Region, sondern sein Inhalt. Wiedererkennung / Variabilität Als Wiedererkennung dient einerseits die stets runde Form und andererseits das Material „Spiegel“. Die Variation der Wegmarken wird auf unterschiedliche Weisen erzielt. Einerseits entstehen alleine durch die Positionierungen immer wieder neue Situationen: Gebaute Strukturen bilden sich vor dem Hintergrund der Natur ab (und umgekehrt); der Himmel und das frische Blätterdach werden auf den braunen Waldboden projiziert; besiedelte Gebiete überschneiden sich mit der Natur, etc. Andererseits kann auch mit unterschiedlichen Grössen und der räumlichen Lage (liegend, stehend, hängend) eine Variabilität hervorgerufen werden.



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